Vorwärts. Linke Alternative.

Bedingungsloses Grundeinkommen

für wirklich alle …

Teilhabe sichern,

in jedem Alter.

Viele Menschen kennen den Ausspruch:

„Wenn Dein starker Arm es will, stehen alle Räder still…“.  Vorstellen kann sich das kaum jemand. Dabei stimmt es eigentlich die ganze Zeit. Auch wenn es 

heute kaum noch diese Räder sind, aus dem Zitat. 


Dennoch kann man sich die Frage stellen, wer eigentlich bestimmt, dass sich die Arbeitskraft dem Arbeitgeber anbieten muss. Oft zu prekären Bedingungen. Wie wäre eine Gesellschaft, die sich durch Mindeststeuern und Finanztransaktionssteuer und Mehrwertsteuer finanzierte?


Statt Kindergeld, Rente oder Hartz-IV, würde man ein bedingungsloses Grundeinkommen beziehen. 

Die Niederlande machen es vor, zumindest im Bereich der Rente, dass es anders geht…

Stellen wir uns eine Gesellschaft vor, in der die Menschen über das Grundeinkommen stressfrei ihr Leben finanzieren können. Wenn diese Gesellschaft dann mehr Geld verdienen möchte, würden diese Menschen freiwillig, sinnvolle Arbeit zu guten Bedingungen tun - wertgeschätzt, respektiert und glücklich. Vermutlich folgte aus diesem Glück auch eine herausragende Qualität aller Dienste.


Herabwürdigende Prüfungen und zum Teil sinnlose Bürokratie würde der Geschichte angehören. Eltern würden nach der Scheidung nicht bis auf die Haut um Unterhalt feilschen, sondern beide Erwachsenen hätten eine neue Perspektive. Ohne Not für das Kind. Die Zukunft der nächsten Generation wird von der gesamten Gesellschaft getragen, wie auch umgekehrt…


Teilhabe ist gesichert, in jedem Alter. 


Damit gehört auch die Diskussion um das Renteneintrittsalter der Vergangenheit an. Wenn wir nur wollen. Geld ist genug da. Wir müssen es endlich gerecht verteilen. Klassenkampf und Kapitalismus braucht kein Mensch. 

Straßenschlachten und Kriege um Ressourcen und Lebensmittel können wir vermeiden…

Das statistische Bundesamt zeigt verschiedene Zahlen, die uns Mut machen, dass bei all dem „freien Spiel der Kräfte“, die eine soziale Marktwirtschaft momentan in weite Ferne gerückt haben - und eine Sozialwende bzw. sogar christliche Maßstäbe wie Utopie aussehen lassen; dennoch eine Finanzierung des Bedingungslosen Grundeinkommens möglich ist. Allein - wir alle müssen umdenken lernen. 


Die obigen Zahlen, die das immens steigende Volkseinkommen belegen, zeigen die Entwicklung deutlich. 


Es sind nicht nur die Superreichen, die sich finanziell konzentrieren ( also von 12 auf 10, nun auf sechs Superreiche - 

bald auf einen? … ), sondern auch die Volkseinkommen entwickeln sich entsprechend - ohne, dass es bei dem Einzelnen Menschen auch so ankommt. Es ist nämlich nur statistisch so, dass Deutschland reich ist. Die allermeisten Menschen sind nicht reich oder wohlhabend. Und das ist der Trick. 



Viele Menschen verbieten sich deshalb - weil es Medien und Politik so suggerieren ( früher haben das oft die Kirchen alleine getan, weshalb sie von Marxisten gerne als Opium für das Volk tituliert worden sind ) - darüber nachzudenken, wie es wohl wäre, ohne Erwerbstätigkeit eine Art Daseinsdividende monatlich zu erhalten. Alleine das Zweifeln an dem Recht auf ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Menschen, hilft den Superreichen, die „kleinen Leute“ und den Mittelstand immer weiter auszunehmen. 


Nicht einmal die Hälfte des Volkseinkommens wäre notwendig, diese Idee umzusetzen. Das belegen alle aktuell in der Diskussion befindlichen Modelle zum BGE. Und wenn wir den Mut aufbringen, mit einer wirklichen Finanztransaktions-steuer ( die den Namen auch verdient, im Gegensatz zum Modell von Olaf Scholz ) endlich die Erträge von Amazon, Apple, Microsoft, etcetera - dort zu versteuern, wo sie Infrastruktur nutzen und Gewinne machen, wird der „Topf“ sogar noch größer. Dann folgen noch Ökonomen mit der Idee, dass die Menschen trotz BGE nicht sämtlichst aufhören zu arbeiten…


Regionale Versuche in Finnland, aber auch in Afrika, haben es gezeigt. Die Menschen sind dazu in der Lage, Arbeit neu zu definieren - und sich selbst in dieser Situation. 


Seit Anfang 2018 führt so zum Beispiel die gemeinnützige Organisation GiveDirectly ein Experiment durch, 

um die Effizienz genau dieser Idee zu testen:


"In Afrika sind wir in Kenia, Ruanda und Uganda aktiv, haben jetzt damit begonnen, Zahlungen in Liberia durchzuführen und bauen uns gerade in der Demokratischen Republik Kongo und Malawi auf", sagt Joe Huston, Finanzchef von GiveDirectly, auf dw.com. Demzufolge bekommen insgesamt 100.000 Haushalte das bedingungslose Grundeinkommen. 60 Millionen US-Dollar pro Jahr,  werden dabei alleine für die ersten vier Länder benötigt. Im Oktober 2016 startete in einem Dorf im Bondo-Distrikt von Kenia ein zweijähriges Pilotprojekt. „Dort erhalten seit Januar 2018 20.000 Erwachsene aus knapp 300 Dörfern in den Regionen Siaya und Bomet die Zuschüsse“, erzählt Huston weiter.


Seine Organisation testet drei verschiedene Modelle der Auszahlung. Die Auswirkungen des Grundeinkommens auf die Empfänger werden durch den Vergleich mit einer Testgruppe, die kein Geld bekommt, ermittelt. Eine Gruppe erhält zwölf Jahre lang ein Grundeinkommen von etwa 20 US-Dollar pro Monat, die über ein Mobile-Money-Verfahren aufs Handy überwiesen werden und in bar abgehoben werden können. Eine zweite Gruppe erhält monatlich dieselbe Summe für insgesamt zwei Jahre, und die dritte Gruppe erhält eine einmalige Auszahlung von 500 US-Dollar, die in der Summe etwa dem Einkommen der zweiten Gruppe entspricht.


Über 30% der Menschen in diesen Regionen leben unter der kenianischen Armutsgrenze, die von der Regierung auf ein monatliches Pro-Kopf-Einkommen von 15 US-Dollar für Landbewohner und 28 US-Dollar für Stadtbewohner festgelegt worden ist. Der Wirtschaftswissenschaftler geht nicht davon aus, dass die Empfänger vom bedingungslosen Grundeinkommen abhängig werden, sondern "in ihr Leben und in die Zukunft investieren und danach in einer besseren Lage sein werden". Vorher gab es keine finanziellen Mittel, auch nur z.B. Dünger zu kaufen.


"Es ist spannend, durch ein Dorf in Kenia zu laufen, in dem jeder das Geld bekommt", erzählt Huston auf dw.com.


"Die Leute haben tausende Wege gefunden, es anzulegen." Eine Familie habe ein Gewächshaus für ihren Bauernhof gebaut. Andere Familien hätten sich zusammengetan, um für das Wochenende einen Nachhilfelehrer für ihre Kinder zu bezahlen. Einige würden gemeinsam sparen. So zahle jedes Gemeindemitglied in eine Kasse, aus der monatlich eine Person Geld für eine größere Investition bekomme, zum Beispiel den Kauf von Nutztieren, die Bezahlung von Schulgebühren oder Verbesserungen des Eigenheims. Solidarität als weiterer Aspekt beim BGE, zeigt auch hier eine deutliche Veränderung.


Trotz allem stoppte beispielsweise die Regierung in Kanada ein entsprechendes soziales Experiment, weil es zu teuer sein soll. Möglicherweise fehlt dem jungen Trudeau die Altersweisheit, welcher Weg seine Gesellschaft teurer zu stehen kommt.


Rechnet man nämlich die Entwicklungshilfe plus die vorweihnachtliche Spendenbereitschaft der Menschen global zusammen, kommen gezahlte Beträge zusammen, die weitaus höher sind, als man für ein weltweites BGE brauchen würde. 



Allerdings fließen momentan noch viele Gelder in Marketing, Bürokratie und verschwinden in Staatskassen von sogenannten Bananenrepubliken oder versacken in Wirtschaftsunternehmen…  Da kann man leicht behaupten - Grundeinkommen für alle Menschen auf dieser Welt - geht nicht. Behaupten übrigens gerne die Leute, die Zuwanderer als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnen… 



„Geld macht nicht glücklich, sagen die Reichen“ … 

kann man irgendwo lesen.

Sozialausgaben in der Bundesrepublik Deutschland 1991 - 2018  ( in Milliarden Euro)

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