Vorwärts. Linke Alternative.

Der Kalte Krieg 

ist wieder da?

von Stephan Leifeld, 03.08.2019


In den Jahren 1985-1987 verhandelten die USA mit den damaligen Sowjets über ein Verbot sogenannter Kurz- und Mittel-streckenraketen mit atomaren Sprengköpfen. Im Jahre 1987 unterzeichneten Ronald Reagan und Michail Gorbatschow diesen wichtigen Vertrag. Durch diese Unterschriften endete einerseits der sogenannte Kalte Krieg, andererseits stoppten die Amerikaner ihr Programm SDI, welches angeblich die USA unter einen satellitengestützten Schutzschirm zur Raktenbekämpfung stellten sollte.



Donald Trump als aktueller Präsident der USA hat nun das INF-Abkommen einseitig beendet, durch den Ausstieg der USA. Andererseits sehen sich die Russen unter Putin auch nicht mehr an dieses Abkommen gebunden. 


NATO-Osterweiterung ist seinerzeit auch ein Thema gewesen. Bahr und andere deutsche Politiker hatten immer gewarnt, hier zu übertreiben - und wollten die russische Seite nicht provozieren. Die aktuelle Politik der NATO spricht hier eine andere Sprache. Riesige Manöver mit 100.000 Soldaten, große Waffenarsenale vor der russischen Haustüre, neue Bündnispartner nicht nur in Polen…


Wenn wir Deutsche gleichzeitig uns dessen bewusst sind, dass die US-Amerikaner ein sehr großes Waffenarsenal auf deutschem Boden stationiert haben, wundert mich persönlich die Ruhe der meisten Deutschen. Ich kann mir das nicht durch Gleichgültigkeit erklären. Sondern eher durch Unwissenheit.


Eine zentrale Forderung unserer Partei ist daher, den Abzug der US-Amerikanischen Streitkräfte, Waffen und strategischen Relais-Stationen zu verlangen. 


In ihrer aktuellen Ausrichtung halten wir die NATO nicht mehr für einen Friedensgaranten. Mit umkalkulierbaren „Partnern“, wie die USA unter Trump - und die Türkei unter Erdogan - müssen wir Deutsche uns zum Frieden bekennen. In der aktuellen Situation bedeutet das Ende des INF-Abkommens eine deutlich gewachsene Gefahren-situation für die Bundesrepublik Deutschland. Die Parteien im Bundestag klären darüber nicht auf.

1. September 1939

DESHALB NIE WIEDER KRIEG!!!

GESCHICHTE.

Demokrat, ohne Seeheimer zu sein.

D-Day ein nationaler Feiertag…?

von Stephan Leifeld, 06.06.2019



Vor 75 Jahren begann die Landung der Alliierten in der Normandie. Der sogenannte längste Tag. Der 6. Juni 1944 ging unter dem legendären Namen D-Day als Tag der alliierten Landung an der Küste der Normandie in die Geschichte ein. Es war der dramatischste Teil von „Operation Overlord“, die den Beginn der Befreiung Westeuropas von der deutschen Besatzung darstellte. Ich persönlich empfinde großen Respekt und große Dankbarkeit im Andenken an diesen Tag. 


Angesichts der großen Verluste an Soldaten und Material auf beiden Seiten, der großen Entbehrungen und Trauerfälle auch der zivilen Bevölkerungen in Europa, frage ich mich oft, warum der D-Day kein europaweiter - zumindest aber deutscher Nationalfeiertag ist. 


Schließlich haben wir verloren, meinen die Einen. Die Anderen werden sagen, zu denen rechne ich mich, wir haben gewonnen - das höchste Gut, was es gibt. Die Freiheit!


Seit den 80er Jahren fahre ich immer wieder, ob alleine oder mit meiner Familie inzwischen, nach Frankreich in den Urlaub. Dabei gehören der Mont-St-Michel und die Strände des D-Day wie ein festes Ritual dazu. Ich habe auch den Film „Saving Private Ryan“ gesehen, mit Tom Hanks als brillanter Schauspieler. Steven Spielberg zeigt dort eindrucksvoll den Un- und Wahnsinn von Krieg. Die inzwischen verlassenen Bunker-stellungen bei Ouistreham, Avranches oder anderswo zeigen das auch. Möge so eine Offensive nie mehr notwendig sein.

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